Kleine Exkursion in die Stilkunde für antike Möbel


Barock, Rokoko und Loues-seize

Barock Schrank restauriert
Rokoko Spiegel Restauration
Louis-seize Schrank Restauration


Empire, Biedermeier und Louis-Philippe

Empire Schrank Möbel Restauration
Biedermeier Tisch Möbel Restauration
Louis-Phillippe Sekretär Möbel Restauration


Gründerzeit, Judenstil und Art Deco

Gründerzeit Vertiko Möbel Restauration
Jugendstil Spiegel Möbel Restauration
Art Deco Stuhl Möbel Restauration


Mehr Infos zum Möbelstil

Ein Möbelstil ist das für eine bestimmte Epoche, ein Gebiet, einen Tischler oder Ebenisten beziehungsweise eine Werkstatt charakteristische, durch einheitliche, ähnliche oder vergleichbare Merkmale in der Beschaffenheit oder der Formgebung gekennzeichnete Gepräge von Möbeln.

 

Möbelstile stehen in enger Beziehung zur allgemeinen Kulturentwicklung, zu dem jeweiligen Zeitgeist und zu den Architektur- und Kunststilen ihrer Epoche, sind mit Letzteren aber nicht identisch. So wie diese sind sie den Strömungen der Mode unterworfen. 

Bestimmung

Die zur Bestimmung eines Stils herangezogenen Kriterien sind die verwendeten Werkstoffe und die Art ihrer Verarbeitung oder Behandlung, die Form des Möbelkorpus und der Beine sowie die Beschaffenheit und Ornamentik der Schnitzereien, Furniere, Intarsien und Inkrustationen, Fassungen, der Polsterung, der Möbelbezüge und der Beschläge.

 

Während sich die konstruktiven Elemente (Holz- und Metallarbeit) der Architektur der Bauwerke, und den dort herrschenden Stilen anlehnen, und im Allgemeinen dieser zeitlich nachlaufen, folgen die dekorativen Elemente, insbesondere Bemalungen und Bezüge, der Innenarchitektur (Interieurmalerei, Wandbehang oder -schalung), und sind wie diese den schnellen Änderungen der Bekleidungsmode unterworfen – typischerweise werden etwa Sitzmöbel in dieser Hinsicht öfter umgestaltet, so dass sich hier verschiedene Stilformen mischen können. Funktionale Möbel wie Tafelmöbel, Truhen oder Schränke (Kastenmöbel) sind ihrer Erscheinung konservativer, als etwa Leuchten, Paravents und Ähnliches.

 

So umfasst die Möbelstilkunde zum einen hochinnovative Elemente, die innerhalb weniger Jahre wechseln, aber auch streng konservative Elemente, die teilweise weit über die der anderen bildenden Künste hinausreichend tradiert werden.

Zeitliche Einordnung der Möbelstile im europäischen Raum

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die zeitliche Einordnung verschiedener Kunst- und Möbelstile. Die Jahreszahlen sind lediglich als Anhaltspunkte zu betrachten, da Stile einer fließenden Entwicklung unterworfen sind. Des Weiteren ist zu beachten, dass Möbelstile teilweise nach den Herrschern benannt werden, die in der Zeit regierten, als sie aufkamen, deren Regierungszeit aber nicht oder nur selten zeitgleich zu der Einführung und dem Ausklang eines Möbelstils verläuft. Die nachstehenden Jahreszahlen beziehen sich auf die Datierung der Stile.

 

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt die Internationalisierung der Kunststile, und im gesamten europäisch-nordamerikanischen Raum, wie auch in den durch die Kolonisierung kulturell verbundenen Weltregionen, finden sich stilähnliche Möbel. Zum andern fließen aber auch vermehrt Stilelemente außereuropäischer Hochkulturen und ethnischer Stile ein: Hier datiert man meist seit dem Ersten Weltkrieg mit 1920er, 1930er, 1940er, 1950er, 1960er. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird auch das Möbel in seiner stilistischen Gestaltung zunehmend von globalerer Formensprache bestimmt. Die sich – zumindest im urbanen Raum – weltweit annähernden Wohngewohnheiten lassen ähnliche formale Lösungen entstehen: Dieser eklektizistische Stilmix ist kennzeichnend für die Postmoderne.

 

Quelle: Wikipedia